Die Juden der Freien Stadt Danzig unter der Herrschaft des Nationalsozialismus

Erwin Lichtenstein

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Lichtenstein erörtert die komplizierten politischen Verhältnisse der Freien Stadt Danzig nach dem Versailler Friedensvertrag und die Beziehungen der Freien Stadt zum Deutschen Reich, zu Polen und zum Völkerbund. Der Sonderstatus der Stadt war nach dem nationalsozialistischen Umsturz in Deutschland für die jüdischen Bürger besonders bedeutsam, da sie bis zur Besetzung Danzigs nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vor der nationalsozialistischen Aggression durch Gesetz offiziell geschützt waren. In Wirklichkeit wurden sie nicht weniger verfolgt als die Juden im Reich. Der Verfasser berichtet über die zahlreichen erfolglosen Versuche seitens der Leiter der Jüdischen Gemeinde, ausländischer jüdischer Kreise sowie der in Danzig selbst amtierenden Hohen Kommissare, über den Völkerbund die Juden vor Verfolgungen zu schützen. Die Entwicklung veranlaßte die Jüdische Gemeinde zur Ergreifung von Maßnahmen, die den Bestand der Gemeinde und die wirtschaftliche Existenz ihrer Mitglieder sichern sowie die Auswanderung all derer unterstützen sollten, die Danzig verlassen konnten. Dies führte schließlich zu einer von der Berliner Regierung nach der Besetzung der Stadt geforderten Auswanderung der gesamten Gemeinde. Die Synagoge wurde abgebrochen, das jüdische Schulwesen und jede kulturelle Betätigung unterdrückt. U. a. schildert der Verfasser die Odyssee des Dampfers „Astir“ und ruft damit das tragische Ende zahlreicher Danziger Juden ins Gedächtnis. Abschließend werden das Leben und die Versorgung des noch in Danzig verbleibenden Restes von 200 Juden kurz dargestellt, deren Zahl 1943 auf 22 gesunken war. Ein besonderes Kapitel widmet Lichtenstein der komplizierten innenpolitischen Situation Danzigs und der Tätigkeit des Hohen Kommissars des Völkerbundes zur Zeit des Amtsantritts von Carl J. Burckhardt im Jahre 1937. Burckhardt erreichte trotz seiner stark eingeschränkten Befugnisse, daß die Einführung der Nürnberger Gesetze von 1935 in Danzig hinausgeschoben und den Juden damit eine Gnadenfrist zur Vorbereitung ihrer Rettung gegeben wurde.

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