Judentum, Staat und Heer in Preußen im frühen 19. Jahrhundert: Zur Geschichte der staatlichen Judenpolitik

Horst Fischer

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In der hier angezeigten Arbeit untersucht der Verfasser die Beziehungen der preußischen Juden zu ihrer Regierung und vor allem zur preußischen Armee. Er stützt sich dabei vorwiegend auf archivalische Quellen, die zum großen Teil erstmals systematisch ausgeschöpft werden. So entsteht ein detailliertes Bild über die Haltung preußischer Regierungsstellen gegenüber den Juden, gleichzeitig aber auch eine Geschichte des Begriffs "Emanzipation" von der Aufklärung des späten 18. Jahrhunderts bis zur Revolution 1848. Die besondere Berücksichtigung der Armee ist in der Sonderstellung des Heeres innerhalb des preußischen Staatsapparates begründet. Die Rolle der Juden als Soldaten mußte zwangsläufig einen entscheidenden Einfluß auf ihre soziale und rechtliche Position ausüben. Die Juden kämpften daher mit allem Nachdruck um die Zulassung als Offizier und um die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht. Es kommt dabei zu einer merkwürdigen Übereinstimmung in den Auffassungen preußischer Beamter und jüdischer Publizisten über die Rolle des Heeres als „Erziehungsschule“ der Juden. Es geht dem Verfasser um den Nachweis, daß die allgemeine Wehrpflicht, an der im Grunde niemand zu rütteln wagte, die Juden vor allzu weitgehenden Einschränkungen ihrer Rechtsstellung bewahrte.

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