Moritz Lazarus und Heymann Steinthal: Die Begründer der Völkerpsychologie in ihren Briefen

Ingrid Belke (ed.)

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Die hier erstmals veröffentlichten Briefe von Moritz Lazarus (1824-1903) und Heymann Steinthal (1823-1899) geben einen Einblick in das Leben und Denken zweier Gelehrter, die als die Begründer der Völkerpsychologie in Deutschland bekannt geworden sind. M. Lazarus begann seine Dozentenlaufbahn 1860 an der Universität Bern mit einzigartigem Erfolg: 1862 wurde für ihn der erste Lehrstuhl für Völkerpsychologie in der Schweiz eingerichtet, 1862–66 war er Dekan der philosophischen Fakultät, 1864 gleichzeitig Rektor der Universität. In Berlin lehrte er seit 1868 an der Preußischen Kriegsakademie Philosophie und Psychologie, seit 1873 als Honorarprofessor an der Berliner Universität. Bereits 1851 entwickelte er den Begriff der »Völkerpsychologie«, einer Wissenschaft »von den Elementen und Gesetzen des geistigen Völkerlebens«, 1859 begründete er mit dem Freund und späteren Schwager H. Steinthal die Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft (1860–90), deren Programm und Beiträge nicht nur auf die Fortführung der neuen Disziplin durch W. Wundt, sondern auch auf die zeitgenössische Geschichtsphilosophie, Anthropologie und Ethnologie von Einfluß waren. Der psychologische bzw. völkerpsychologische Gesichtspunkt bestimmt auch Lazarus' Hauptwerk Das Leben der Seele (1855/57), das eine ungewöhnliche Popularität erreichte. Großes Verdienst erwarb sich Lazarus einer der gefeiertsten Redner seiner Zeit – auch durch seine praktische Wirksamkeit, u. a. als Präsident von zwei israelitischen Synoden, als Mitbegründer und Kurator der Hochschule für die Wissenschaften des Judentums und als Künder eines liberalen Judentums in Wort und Schrift: Treu und Frei (1887), Die Ethik des Judentums (1898/1911).

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